九霄太極

EnergyCultivation
SelfRefinement
Meditation

Zurich

Jan2025 seminar notes

Beginne das Training auf dieselbe Weise wie die Meditation – atme tief ein, während du den Körper aktivierst, und schalte dann bei jedem Ausatmen den Geist ab, als ob du schlafen gehen würdest, während du aufmerksam auf die Empfindungen des Körpers hörst, der sich löst, nach unten fließt, ausrichtet und dann sanft auf den Boden drückt - Muskel-, Gelenk- und Drucksensoren.

Lerne, den Unterschied zu spüren, wenn sich der Geist in den Körper hinunter bewegt und die gesteigerte Wahrnehmung für die Tiefen Körperempfindungen wächst. Vergleiche das damit, wenn du fälschlicherweise den Geist im Kopf hältst, während du versuchst, dir des Körpers bewusst zu sein, was eine tranceartige, starre 'Achtsamkeit' erzeugt, oder wenn du den Geist abschaltest, 'als ob du einschlafen würdest', aber fälschlicherweise in einen verträumten Zustand fällst, wo du die Wahrnehmung für den Raum und die Menschen um dich herum verlierst.

Beachte auch, dass mentale Bilder nur nützlich sind, um dem oberflächlichen Gehirnbewusstsein eine Vorstellung davon zu geben, was beabsichtigt ist. Sie taugen nicht für das eigentliche tiefe Training, da sie dich oben im Kopf halten – verwende stattdessen die tiefen Körpersensoren.

Es gibt 3 Stufen des Taiji, jede mit 3 Unterstufen – das ergibt ‚9 Wolken‘. Die ersten 3 Unterebenen arbeiten mit dem Physisch-Ätherischen Körper – für diese nutzen wir die 5 Lockerungsübungen, um innere Bewegungen zu trainieren, die Taiji-Form, um innere Kräfte zu trainieren, Tuishou, um Energetisierung, Aktivierung und Verbindung zu trainieren. Die nächsten 3 Unterebenen arbeiten mit dem Tiefen Emotionalen Körper und die letzten 3 mit dem Tiefen Mental Körper – für diese nutzen wir die Meditation.

Strebt auf den ersten 3 Unterebenen danach, euch mit der Tiefen Körper Intelligenz zu verbinden. Um das zu tun, übt in jedem Moment Druck aus, um die gewohnten Muster des Körpers zu verfeinern. Wenn ihr das nicht tut, wird die Körper Intelligenz nicht aktiviert und es wird keine Verbindung hergestellt.

1. Lockerungsübung – während du die zentrale Position durchläufst, konzentriere dich hinab zum Fuß, lasse das Bein sich leicht beugen, aber lasse das Zentrum nicht sinken bevor du 2/3 der Drehung vollzogen hast. Das dehnt sanft die leicht aktivierenden Muskeln, um eine leichte elastische Verbindung zu schaffen, auf die das Zentrum sinken kann – irgendwo zwischen dem 2. und 3. Timing.

2. Lockerungsübung – konzentriere dich darauf, die Wirbelsäule zu lockern und auszurichten, während du ausatmest und sinkst. Nutze die abwärts gerichtete Absicht des Geistes, um die Muskeln, die den Oberkörper nach unten auf den Unterkörper verbinden, leicht zu aktivieren.

3. Lockerungsübung – drehe die Taille so weit wie möglich vor den Rumpf, 30 bis 45 Grad. Denke daran: Phase eins findet statt, wenn die Taille anfängt zurück zu drehen und damit den Arm hinauf, hinüber und zurück zieht (und nicht wenn du vorwärts sinkst und den Arm nach vorn hebst). Diese Art, den Arm hinauf und hinüber zu ziehen, geschieht gleichbleibend durch die Taiji-Form hinweg.

4. Lockerungsübung – die Arme heben sich 15 Grad nach hinten, auf halber Höhe beginnen die Schultern zu sinken, auf 2/3 des Weges nach oben beginnen die Ellbogen zu sinken, während sich die Hände in Richtung Ohren bewegen – achte auf die Dehnung an der Vorderseite der Schultern. Dann die Unterarme im 45-Grad-Winkel halten, Ellenbogen und Hände sinken gemeinsam nach vorn. Beim lockeren Hängen erzeuge eine maximale Schulterbewegung mit minimaler Handbewegung. Beim Aufrichten bringe einen Wirbel nach dem anderen in Position.

5. Lockerungsübung – 3 Momente des ‚Abflachens‘. Während des Schwebens zwischen den Phasen 1 & 2. Während des senkrechten Hinabsinkens zwischen den Phasen 2 & 3. Während des kleinen inneren Kreises zwischen den Phasen 3 & 4.

In Phase 1 wird das hintere Bein weder gebeugt noch gestreckt, so dass es als Radius des ansteigenden Kreises fungiert – beim ersten Abflachen wird das hintere Bein leicht gebeugt, um den Radius zu verringern, während das vordere Bein sich weiter streckt. In Phase 2, während sich das hintere Bein beugt, wird das vordere Bein weder gebeugt noch gestreckt, so dass es als Radius des fallenden Kreises fungiert – beim zweiten Abflachen lässt man das vordere Bein leicht beugen, um den Radius der Krümmung zu verringern, während das hintere Bein sich weiterhin beugt. In Phase 3 beugen sich beide Beine, während das Zentrum vorkommt – beim dritten Abflachen beugt sich das vordere Bein weiter, um ein Ansteigen des Körpers zu verhindern, während sich das hintere Bein zu strecken beginnt.

Für fortgeschrittenes Training erhöhe in Phase 3 sanft die Aktivierung des vorderen Beins während es sich beugt, um einen elastischen Trainingswiderstand gegen die zunehmende Kraft des hinteren Beins zu schaffen. In Phase 5 verbindet der Körper entweder hinab in Form einer Ziffer 8 (bei Vorwärtsschwung) oder er setzt sich etwas hinab und zurück durch das leicht komprimierte Vorderbein.

Taiji-Form
Wir benutzen den Körper, um den Geist zu trainieren – der Körper verrät den Zustand des Geistes. Weich und präzise ist die Grundvoraussetzung für das Training. Ein harter, unbewusst aktivierter Körper beeinträchtigt die tieferen Ebenen des Trainings.

Bewege das Zentrum (Taille oder Beckengürtel), dann bewege den Rumpf. Lasse die Schultern sich verändern, bevor sich die Arme bewegen. Die Schultern öffnen und schließen sich kontinuierlich in vertikaler und horizontaler Richtung als Reaktion auf die Bewegung der Taille und des Rumpfes.

Der Unterkörper durchläuft die 5 Phasen, um komprimierende Kräfte zu erzeugen. Durch Veränderungen der Taille werden die Kräfte von den Beinen auf den Rumpf übertragen.

Der Oberkörper dehnt sich erst in die eine und dann in die andere Richtung (Doppeldehnung), um elastische Kräfte zu erzeugen. Veränderungen in den Schultern übertragen die Kräfte vom Rumpf auf die Arme.

Genauso wie wir das vordere Bein als elastischen Widerstand gegen die sich entwickelnde Kraft des hinteren Beins nutzen können, können wir mit einer subtilen Ansteuerung die elastische Dehnung in jedem Teil der Muskelkette erhöhen, indem wir die gegenüberliegenden Muskeln leicht aktivieren, um einen Trainingswiderstand zu erzeugen. Dies ist nur möglich, wenn du eine feine Kontrolle über die Aktivierung und Deaktivierung einzelner Muskeln hast. Das nutzen wir auch bei Anwendungen, um den Zeitpunkt der Freisetzung der inneren Kraft zu verändern.

Es gibt zwei Übungen, die du jeden Tag für dich selbst trainieren solltest. Die eine ist das Stehen auf einem Bein – um dich selbst herauszufordern, versuche es mit geschlossenen Augen. So erhältst du das nötige Gleichgewicht für die Kicks in der Taiji-Form.

Die andere ist das Training des kleinen Kreises, indem wir gegen eine Wand drücken – rotiere das Zentrum hinunter, um die Wirbelsäule nach unten zu ziehen, senke die Schultern nach hinten und unten, und die Ellbogen nach unten und vorne, um den Druck in den Händen zu erhöhen. Nur wenn du das trainierst, hast du die motorische Kontrolle, um die Kraft zu steigern, während sich die Oberkörper- und Armmuskeln verlängern und dehnen. Oder im Sitzen: Lege die Hände an die Tischkante, und dann nutze den kleinen Kreis, um den Druck in den Händen zu erhöhen. Du kannst diese Übung auch im Stehen ausführen, um den ,Power Step’ einzuleiten.

Pushing Hands (Tuishou)
Strebe an, die Arme in einem Winkel zwischen 90 und 135 Grad am Ellenbogen arbeiten zu lassen. Das führt zu einem Öffnen und Schließen der Hand um 4 bis 5 Zoll im Verhältnis zum Körper.

Yin und Yang, leer und voll, ist die besondere Fähigkeit des Taiji, die Kontrolle über die Verbindung zu übernehmen. Der erste (volle) Punkt zieht sich in die Richtung der Intention des Partners zurück und kreist dann sanft. Der zweite (abfangende) Punkt bewegt sich weder vor noch zurück, sondern hebt oder senkt sich, um Verbindung aufzunehmen und dann mit dem Kreis der Neutralisierung zu verschmelzen. Der erste Punkt leert sich allmählich und der abfangende Punkt füllt sich allmählich. Dann kreise zurück zum Partner.

'Flache ab', um leicht in den hinteren Fuß zu verbinden, wenn der abfangende Punkt berührt. Beginne, in Richtung des hinteren Fußes zu sinken, um den vollen Punkt zu leeren und den leeren Punkt zu füllen. Sinke weiter, während du vorwärts kreist.

Tuishou ist für das Training der 3. Ebene der Verbindung - Energetisierung, Aktivierung, Verbindung. Wo sich das 2. und 3. Timing überschneiden, kannst du die Verbindung und den subtilen Beginn der inneren Kräfte trainieren, indem du einen leichten Druck oder eine Dehnung einsetzt, um die Verbindung herzustellen. Dann verlagere das Timing vor, um dich mit der Aktivierung zu verbinden – das kann sogar vor der Berührung geschehen. Später, in der Tiefe des 3. Timings, verbinde dich mit der Energetisierung, die sich mit der reinen Intention überschneidet.

Wenn du die Hand ausstreckst, dann mit der Absicht, dich zu verbinden - nicht um zu schieben oder nur zu berühren.

Wenn du verbindest, höre durch die Person hindurch auf ihre Verbindung zum Boden. Wenn du spürst, dass in deren Körper Druck entsteht, gleiche diesen Druck aus, indem du den Druck zwischen deinem eigenen Fuß und deiner Hand erhöhst, dadurch dass du den kleinen inneren Kreis nutzt. Es ist vielleicht besser zu sagen, dass du die Verbindung erhöhst, anstatt den Druck zu erhöhen.

Meditation
Die Verbindung ist ein höchst bedeutsamer Teil des Trainings für die innere Entwicklung. Die inneren Ebenen können nicht von sich selbst aus entwickelt werden. Du erhältst Hilfe von etwas Höherem, mit dem du dich allmählich nach oben ziehst. Du erhältst Hilfe durch die Verbindungen, die du gebildet hast.

In der Meditation, jenseits der tiefen Körperebene, nutzen wir einfache Visualisierungen einer Lichtlinie, einer Lichtwolke oder eines Bildes von jemandem, um eine erste Verbindung mit dieser Person oder einem höheren Wesen herzustellen. Nach der anfänglichen Verbindung tritt die Visualisierung in den Hintergrund und wird durch ein tiefes Gefühl für die andere Person oder das Wesen ersetzt.

Hinter jeder Intention steht ein Motiv. Das Motiv bestimmt die Qualität der Intention, die wiederum die Qualität der Verbindung bestimmen wird. Genauso ist es, wenn ihr euch mit den höheren Wesen verbindet. Sie werden eine Verbindung nicht akzeptieren, wenn sie zu grob ist. In gewisser Weise ist das Herstellen der Verbindung der Aufbau einer Beziehung. Sobald ihr euch mit ihnen verbunden habt, strebt danach, allmählich eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Verbindungen steigen eine Stufe nach der anderen auf, durch eine Kette von intelligenten Wesen.

Je länger du trainierst und meditierst, desto mehr Zeit solltest du auf die späteren Teile der Meditation verwenden (Tief Emotional und Tief Mental). Bei Anfängern sollte man mehr Zeit auf die früheren Teile der Meditation verwenden – um den Geist in den Körper zu bringen und dann das mittlere Dantian zu energetisieren. Es wäre ein Fehler, Anfängern beizubringen, sich auf das obere Dantian zu konzentrieren.

Die Hauptarbeit liegt für lange Zeit auf der Ebene der Tiefen Emotionen. Du musst klären, was das innere Wachstum blockiert. Aber die Entwicklung kann nur mit Hilfe von oben vollständig geschehen. Wenn es Perioden gibt, in denen du das Gefühl hast, dass du dich anstrengst, aber keine Ergebnisse siehst, kann es daran liegen, dass geistiger Stolz diese Hilfe blockiert.

Wenn du Kinder hast, wird die Verbindung zwischen Kind und Eltern Druck erzeugen, sich auf der Tiefen Emotionalen Ebene zu entwickeln, solange du dich nicht absichtlich von dieser Beziehung abschneidest. Wenn du kein Kind hast, dann ist es möglich, deine Tiefen Emotionen durch deine engen Verbindungen zu anderen zu entwickeln.

Das Sonnensystem ist unser Zuhause. Die Erde ist ein vorübergehender Ort, an dem wir leben. Die Planeten sind große Energiefelder, so wie jeder von uns ein Energiefeld ist. Jeder Planet hat einen Hüter, und nichts dringt in das Energiefeld des Planeten ein, ohne dass der Hüter es überwacht. Der Innere Guide ist dein persönlicher Hüter – er bewacht dein persönliches Energiefeld. Die Guides beschützen Kinder vollständig – bis zu einem bestimmten Alter. Da Menschen einen freien Willen haben, wird sich der Guide ab diesem Punkt zurückhalten, wenn du dich gegen ihren Rat entschließt, etwas Dummes zu tun.

Du kannst deinen Guide um Hilfe bei deiner spirituellen Arbeit bitten. Dein Guide weiß eine Menge über die inneren Welten, aber es ist nicht richtig, ihn um Informationen über die äußere Welt oder über dein äußeres Leben zu bitten. Der Guide hat keine direkte Kenntnis von dem, was du in der physischen Welt tust. Es wird erwartet, dass du deine eigene Intelligenz auf jeder der Ebenen nutzt, um dein eigenes Leben zu führen - du entwickelst dich durch diese Erfahrung.

Der Innere Guide hat sein Zentrum im Tief Mentalen, das sehr weit von der Physisch-Ätherischen Welt entfernt ist. Er kann auch frei innerhalb des Tief Emotionalen Bereiches agieren und versteht euch auf dieser Ebene gut. Jede Antwort, die er dir gibt, wird auf diesen hohen Ebenen erfolgen, so dass du dir der Antwort normalerweise nicht bewusst bist. Du solltest auf keinen Fall erwarten, eine Stimme als Antwort auf deine Fragen zu hören. Eine Stimme in deinem Kopf zu hören, ist mit ziemlicher Sicherheit ein Ätherisches Ereignis- entweder dein eigener Geist oder ein störendes niederes Wesen, das dich in die Irre führen wird.

Der Guide, im Tief Mentalen zentriert, würde selten unter das obere Drittel des Tief Emotionalen herabsteigen. Ein bewusster Kontakt mit dem Guide findet selten vor der 3. Initiation statt, und im Allgemeinen erst nach der 4. In dem Maße, wie du dich entwickelst, entwickelt sich der Guide – wenn du die 3. Initiation erreichst, erreicht der Guide die 4. und befindet sich auf der 4. Energieebene. Du bist immer mindestens eine Stufe hinter ihm!

Dein physischer Lehrer, vorausgesetzt er hat die 3. Initiation erreicht, ist deine Verbindung zu den höheren Ebenen. Der Hüter der Erde verbindet die 3. Kraft mit dem Lehrer, die dieser dann unbewusst an seine aufrichtigen Schüler weitergibt. Folglich kann nur eine Schule, die von jemandem geleitet wird, der die 3. Initiation hinter sich hat, eine Innere Schule innerhalb der äußeren Schule unterstützen.

Du kannst dich nur direkt mit einer Ebene oberhalb der Ebene deines eigenen Inneren Wesens verbinden. In den frühen Stadien des inneren Wachstums ist der Guide zu weit entfernt, um dir direkt zu helfen, ein physischer Lehrer ist notwendig. Erst nach der 3. Initiation, wenn er selbst die 4. Initiation erreicht hat, übernimmt der Guide eine aktivere Rolle beim Lehren. Es ist ein Zeichen von sich entwickelndem spirituellem Stolz, wenn Schüler beginnen, sich vorzustellen, dass sie direkt von höheren Wesen unterrichtet werden, wie z.B. von ihrem Guide oder den Lehrern des Lehrers oder sogar von den 3 Göttlichen Kräften.

Als ich mit Abdullah begann, fragte ich ihn, wie oft ich zu den Treffen kommen sollte. Er sagte mir, ich solle so oft wie möglich kommen, weil bei diesen Treffen eine Energie verfügbar sein würde. Also tat ich, was er sagte. Jahre später sagte Abdullah mir, dass ich von allen in der Gruppe am häufigsten zu den Treffen gekommen war. Es stellte sich heraus, dass das stimmte, aber es war nicht mein Ziel, die meisten Treffen zu besuchen. Ich hatte nur getan, was er mir riet.

Schulen bilden sich um echte Lehrer als eine Struktur, durch die sie ihre Lehre zum Ausdruck bringen. Wenn der Lehrer stirbt, sollte sich diese Struktur auflösen und die Schüler, die die 3. Initiation erreicht haben, sollten ihre eigenen neuen Schulen gründen. Das ist es, was Abdullah und Meister Huang von ihren Schülern erwarteten, und das ist es, was ich mir von meinen Schülern erhoffe. Wenn die Struktur nicht aufgelöst wird, wird sie zu einer leeren Hülle, die allmählich von machthungrigen Schülern übernommen wird.
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